Ich wünsche allen unseren Lesern ein frohes und gesundes neues Jahr 2012!
Während der Feiertage war ich herrlich faul und hatte eine sehr schöne Zeit. Aber nu is vorbei mit faul, weil das neue Jahr einiges an Tatendrang verlangt! Die guten Vorsätze hab ich auch schon gefasst und möchte auf jeden Fall das monatliche Bloggen beibehalten. Es hat im letzten Jahr ganz gut geklappt und hat mir viel Spaß gemacht – und das ist ja die Hauptsache.
“1234 ist kein sicheres Passwort!”
Da ich im Urlaub etwas Zeit und Ruhe hatte, habe ich mal wieder meine Passwörter überprüft und überlegt wie alt die eigntlich schon sind. Sehr oft muss man vor allem am Arbeitsplatz das Passwort ändern (je nach System z.B. alle 90 Tage).
Aber ich ändere meine Passwörter auch private gern von Zeit zu Zeit. Und dabei fiel mir ein markanter und sehr wahrer Satz von Sheldon aus The Big Bang Theory ein. Er wurde gerade aus einem Kaufhaus rausgeworfen, nachdem er sich in den Rechner der Verkäufers eingelogt hatte. Während er hinausbegleitet wurde, brüllte er dem Verkäufer hinterher “1234 ist kein sicheres Passwort!” “Wie wahr, wie wahr.” dachte ich mir. Und dann fielen mir die Passwörter von Freunden oder Bekannten ein, die manchmal doch leicht zu erraten sind, wenn man die Personen ein wenig kennt.
Was ist ein sicheres Passwort?
Aber was ist ein sicheres Passwort? Und wer bestimmt das? Auf manchen Webseiten gibt es bei der Registrierung Indikatoren ob das selbst gewählte Passwort sicher ist. Manchmal gibt es auch Abstufungen, wie zum Beispiel: “unsicher”, “sicher”, “sehr sicher”. Das ganze wird dann noch bunt unterlegt in rot, gelb und grün. Das soll den Benutzern helfen ihr Passwort sicherer zu machen.
Meistens basiert die Analyse eines Passworts auf folgenden Faktoren:
- Wie lang ist das Passwort? Viele Seiten schreiben eine Mindestanzahl an Zeichen vor.
- Besteht das Passwort aus Buchstaben und Zahlen?
- Enthält das Passwort Groß- und Kleinbuchstaben?
- Enthält das Passwort Sonderzeichen? Beispiele: !#,?()[]%&$.
Dabei hat jede Seite andere Anforderungen. Manche haben sogar eine relativ enge Obergrenze an Zeichen für ein Passwort. Meiner Meinung nach sollte ein Passwort ruhig bis zu zwanzig Zeichen lang sein dürfen. Wieder andere Seiten unterstützen keine Unterscheidung zwischen Groß- und Kleinschreibung im Passwort. Eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben unterstützt eigentlich fast jede Seite. Doch bei den Sonderzeichen ist das nicht immer gesichert. Selbst wenn man sie im Passwort verwenden kann, variiert die Auswahl der verfügbaren Sonderzeichen.
Wie erstelle und merke ich mir ein sicheres Passwort?
Soviel zur Theorie. Wie finde ich jetzt ein Passwort, das sicher ist und – ganz wichtig – das ich mir problemlos merken kann? Es ist ja nicht jeder so ein Gedächtnisgenie wie man sie manchmal in den Medien sieht: sie können sich Zahlenfolgen, gemerkte Gegenstände, etc. merken ohne viel zu vergessen. Ich schaff es nicht mal durch den Supermarkt ohne meinen Einkaufszettel.
Für alle anderen, die wie ich zu faul sind irgendwas auswendig zu lernen, habe ich hier mal ein paar Tips wie ich mir Passwörter ausdenke und sie mir merke.
Zunächst überlege ich mir einen markanten Satz, der mir wichtig ist. Das können ganz unterschiedliche Sachen sein. Wichtig ist nur, dass man eine emotionale Bindung zum Inhalt des Satzes hat. Dann merkt man ihn sich leicht.
Ein Beispiel wäre: “Ich fahre gern Fahrrad.”
Je persönlicher (auch mit Umgangssprache) und je länger, desto mehr kann man von dem Satz für das Passwort verwenden. “Mein Fahrrad ist nicht lila, denn das macht mich gar nicht an.” ist länger als der vorherige Satz und stammt aus einem Lied über die Liebe zum Fahrrad. Ich weiß, dass ich die Zeile nicht vergessen werde. Die perfekte Basis für ein Passwort.
Vom Satz zum Passwort
Um daraus ein Passwort zu machen, nehme ich nun alle Anfangsbuchstaben des Satzes und setze sie hintereinander: “mfinlddmmgna”. Ich habe erstmal alles klein geschrieben. Dann mache ich einige Buchstaben wahllos zu Großbuchstaben: “mFinlDdMmgna”.
Jetzt fehlen noch ein paar Zahlen. Dazu braucht man ein bischen Fantasie. Früher in der Schule haben wir oft “Wörter” mit dem Taschenrechner “geschrieben” So wurde aus 7353 -> ESEL wenn man den Taschenrechner auf den Kopf gestellt hat. Dieses Prinzip kann man bei der Zahlenwahl im Passwort auch benutzen. Hier ein paar Ersetzungsmöglichkeiten:
- o, O – 0
- i, I, l, L – 1
- z, Z – 2
- e, E – 3
- a, A – 4
- s, S – 5
- t, T – 7
- p, P – 9
Alternativ kann man auch Zahlen in den Wörtern des Satzes suchen und ersetzen. Im Satz steht “..denn das mACHT mich..”. Da ist eine 8 drin. So könnte man das Passwort so umwandeln: “mFin1DdM8m9n4″. Oder ich assoziiere die Acht mit einem Fahrrad. Denn wenn ich die Acht “hinlege” – so wie das Zeichen für Unendlich – besteht die Acht aus zwei Kringeln, was ja ein bischen wie ein Fahrrad aussieht: “mF8in1DdM8m9n4″. Ihr merkt schon, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Jetzt haben wir schon ein Passwort mit 14 Zeichen, das bei allen Seiten als sicher gelten wird. Um die Sicherheit zu erhöhen kann man nun noch Sonderzeichen einfügen. Dafür bieten sich Satzzeichen an. Ich schmeiß in meinen “Satz” ein Komma und füge noch ein Ausrufezeichen hinten an: “mF8in1,DdM8m9n4!”.
Fertig ist ein 16 Zeichen langes Passwort, das ich mir (mit ein wenig Übung natürlich) merken kann.
Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen und habt auch Spaß euer nächstes Passwort zu erstellen. Und wenn’s mit dem Merken mal nicht klappt, gibt’s ja noch “Passwort vergessen”.

