Die letzte Woche haben Claudia und ich unseren Urlaub an der Küste genossen. Wir verbrachten in der Nähe von Kiel ein paar wunderschöne Tage bei einer Freundin. Dank des herrlichen Wetters konnten wir jeden Tag etwas unternehmen.
Nach einem kurzen Klick könnt ihr euch Fotos ansehen und lesen, was wir so alles unternommen haben.
erster Tag
So fuhren wir am ersten Tag natürlich gleich an die Ostsee und schnupperten schon mal Meeresluft. Es war sehr windig. Der Wind pfiff durch die Masten der im Hafen liegenden Segelboote und brachte sie zum Klappern. Wegen der kühlen Seeluft gingen wir an diesem Tag noch nicht schwimmen. Claudia nahm es sich aber für einen der nächsten Tage fest vor.
Am Nachmittag fuhren wir dann in die Kieler Innenstadt und verschafften uns dort einen Eindruck. Neben ein paar Sehenswürdigkeiten sahen wir uns auch eines der Einkaufscentren an in dem es ein besonderes Eiscafé gab. Dieses verkaufte die interessantesten Eiskreationen. Claudia probierte ein Mango-Maracuja-Eis und ich selbst probierte Schokolade-Chilli. Sehr empfehlenswert! Im Buchladen wurden wir dann natürlich noch Geld los – nachdem ich meine mitgenommene Urlaubslektüre nach 3 Tagen bereits durchgelesen hatte.
zweiter Tag
Für den nächsten Tag wurde wieder wunderbares Wetter vorausgesagt und so planten wir einen Tagesausflug an die Nordsee nach Büsum. Nachdem wir endlich die Abweigung zum ausgeschilderten Parkplatz gefunden hatten, gingen wir zu Fuß auf einem Deich Richtung Stadt. Da die Parkplätze außerhalb der Stadt kostenlos waren, war es in dem Kurort selbst sehr ruhig und man konnte entspannt durch die kleinen Gassen laufen. Nach einem Kaffee gingen wir zum Strand, der allerdings nur gegen eine Gebühr betreten werden durfte. Wir kehrten also um, kauften stattdessen einen kleinen Drachen in einem der Touriläden und gingen zurück zum Parkplatz. In unmittelbarer Nähe war ein Spielplatz auf dem wir dann den Drachen steigen ließen. Ich habe das in meinem Leben glaub ich nur zweimal gemacht, aber es hat irre Spaß gemacht.
Weil wir uns die Strandgebühr gespart hatten, fuhren wir spontan noch ein Stückchen weiter nach Norden. Auf unserer Landkarte war dort ein Fleckchen als „besonders sehenswert“ markiert und so fuhren wir auf der Bundesstraße nach Norden bis zu einem kleinen (ziemlich hässlichen) Parkplatz. Links der Straße war nur ein großer kahler Betondamm zu sehen – nicht besonders hübsch. Doch als wir über denselben liefen konnte man die Nordsee (nicht) sehen – es war Ebbe und so waren nur ein paar Steine und matschiger Sand zu sehen. Trotzdem war es ein sehr schöner Anblick.
dritter Tag
Da auch für diesen Tag schönes Wetter angesagt wurde, fuhren wir in das Freilichtmuseum Molfsee nicht weit von Kiel entfernt. Die Anlage ist sehr groß. Auf mehreren Wiesen wurden alte Fachwerkhäuser und Mühlen aus umliegenden Dörfern nachgebaut und entsprechend vergangener Jahrzehnte und Jahrhunderte eingerichtet. Da es hier so viel zu sehen gab, haben wir entsprechend viele Fotos gemacht. Ich habe mal versucht eine sinnvolle Auswahl zu treffen und diese ein wenig geordnet.
Häuser
Wie schon gesagt: Hauptsächlich waren Fachwerkhäuser zu sehen mit unterschiedlichen Funktionen. Manche waren nur große Scheunen, andere Wohnhäuser, oftmals aber erfüllte ein großes Haus mehrere Zwecke. Wie klein die Menschen damals waren, fasziniert mich immer wieder. Auf dem Foto mit Claudia sieht man, dass sie genau durch die Tür passt. Wir zählen ja heute eher zu den kleineren Menschen. Aber für damalige Verhältnisse waren wir sicher schon riesig. Sehr schön und interessant waren auch die Mühlen. Es gab mehrere Windmühlen, die man allerdings nicht betreten konnte, sowie eine Wassermühle.
Einrichtung
Alle Häuser waren mit verschiedenen Möbeln und Arbeitsgegenständen aus unterschiedlichen Epochen eingerichtet. Besonders beeindruckend waren die beiden Wassereimer, die mithilfe eines Holzbalkens über den Schultern getragen werden konnten. Ein Schild forderte Besucher auf, es einmal selbst auszuprobieren. Haben wir natürlich gleich gemacht und hatten viel Spaß dabei. Die Dinger waren ganz schön schwer – dabei war noch nicht einmal Wasser drin. In die Eimer passten zusammen sicher gute 8 Liter. Das möchte ich nicht jeden Tag schleppen müssen. Ein Hoch auf Wasserhähne!
Landschaft
Wie schon erwähnt war der Park sehr groß und neben den Häusern gab es schöne Natur zu bewundern. Claudia fand am Wegesrand eine Pflanze, die zwischen den Brettern einer Bank hindurch gewachsen war.
Tiere
Was gibt’s auf’m Land? Was fotografieren Stadtkinder sofort? Klar, Tiere. Die geben immer ein schönes Motiv ab. Ich finde ja den Esel besonders schick. Hat irgendwie was dieser stumme, ruhige Blick – sehr eselig. Ganz im Gegensatz zu den Hühnern und Ziegen, die sich zielstrebig, schnell und lauthals in Richtung Futter bewegten. In beiden Fällen also in Richtung Menschen, die entweder am Mittagstisch saßen oder mit verdächtig nach Futter riechenden Papiertüten umherliefen. Ach ja Claudia schloß natürlich noch Freundschaft mit Wurmi, der am Wegesrand entlang kroch.
vierter Tag
Nach dem erlebnisreichen Tag im Freilichtmuseum hatten wir noch einen Tag Zeit. Da Claudia versprochen hatte nochmal in der Ostsee zu schwimmen – nicht nur mit den Füßen, ganz rein! – fuhren wir nach einem weiteren gemütlichen Frühstück an den Strand. Es war sehr windstill und warm und so wunderte es nicht, dass einige Menschen bereits am Strand saßen und sich sonnten oder gemütlich die Zeitung lasen. Spontan beschloss ich auch ins Wasser zu gehen. Es war gar nicht so kalt wie befürchtet. Es waren vielleicht 16-17°C. Nach einer kurzen Runde (Claudia schwam zwei) holten wir uns beim nahen Imbiss noch einen Kaffee und etwas Aal. Leider schmeckte er nicht ganz so gut, wie ich ihn in Erinnerung hatte, aber das kann an der Zubereitung gelegen haben. Vielleicht war er auch nicht mehr so frisch. Keine Ahnung. Der Kaffee war jedenfalls gut.
Den Rest des Tages verbrachten wir dann zuhause und gingen nachmittags mit Pius (dem Dackel) spazieren. Er war die ganze Woche über zutraulich und musste immer dort sein, wo die meisten Menschen waren. Normalerweise hab ich’s ja nicht so mit Hunden. Aber dieser war wirklich lieb und am liebsten hätte ich ihn mitgenommen… Wenn er nicht morgens um sieben und dann noch 3 weitere Male am Tag raus müsste.
Puh, das war jetzt doch eine ganze Menge. Ich hoffe euch gefallen die Bilder und ich freu mich schon auf den nächsten Urlaub.















































Ah das ist sehr schön geschrieben
War ein toller Urlaub!
Ihr Lieben!Schön ,was Ihr in den wenigen Urlaubstagen erlebt habt und was Ihr aus jedem Tag gemacht habt.Ich glaube ,daß der Erholungseffekt längere Zeit anhalten wird ,Ihr könnt ihn gebrauchen ,herzlichst,Eure Omi.
huhu, ganz ganz tolle bilder, wie schon in fb gesagt
danke für den bericht, wirklich interessant.