Am Montag, dem 6. Juli (jaja meine YouTube-Videos sind falsch beschriftet…) 2009 waren wir in Stuttgart um Jason Mraz live zu sehen. Einige Leser kennen vielleicht den „Happy Hippie Song“ (O-Ton Jason!) I’m Yours aus dem Radio. Dieser talentierte Sänger gab an diesem Abend auf dem Killesberg ein Open Air Konzert. Als Vorgruppe kam der belgische Sänger Milow mit.
Vorwarnung: Dieser Blogeintrag ist nicht objektiv und erhebt diesen Anspruch auch gar nicht. Wer sich das „Jason ist toll!“ Gefasel also ersparen möchte, sollte jetzt umschalten auf einen anderen Sender. Achso, das hier ist das Internet? Na dann geht halt einfach woanders hin.
Hmmmm. Ein Jason Blog also. *Setzt sich hin und versucht ein paar sinnvolle Zeilen zustande zu bringen, während sie die Videos vom Konzert durchschaut und ständig abgelenkt wird* Es ist nicht leicht sich zu konzentrieren, wenn man nebenbei Jason Mraz singen hört. Aber ich werde mal versuchen die Eindrücke vom Montag abend in Worte zu fassen.
Das Konzert war einfach beeindruckend! Das erste Lied haute mich gleich mal um: Coyotes. Ich liebe es! Und solche Songs dann live zu hören, ist nochmal etwas ganz anderes. Es beeindruckt mich einfach immer wieder wie wahnsinnig gut Herr A bis Z* singen kann. Wer’s mir nicht glaubt, kann sich hier selbst überzeugen:
So ungefähr ab 2:30 zeigt er was er so drauf hat. Ja das singt alles Jason – und es macht wahnsinnig Spaß ihm dabei zuzuhören!
Die Setlist war bunt gemischt. Fand ich prima! Er hat sich anscheinend wirklich Gedanken gemacht, aber dazu später.
Das zweite und dritte Lied des Abends waren ganz Mraz-typische „Genieß das Leben und sei dankbar für alles Gute“-Lieder. Wunderbar! Zu Make It Mine hat er ein wunderschönes Video in Amsterdam und München(!? Er futtert eine Brezel!) gedreht. Sehr schnell, sehr fröhlich, sehr Jason.
Aber nicht nur die Lieder verbreiteten gute Laune, sondern auch Jason selbst. Er plauderte mit dem Publikum und sang einem Geburtstagskind sogar ein kleines Ständchen, das er mal eben so als Einleitung für ein Lied benutzte.
Abgesehen von den ganzen anderen fantastischen Liedern muss ich jetzt nochmal ein paar besonders hervorheben, die zu meinen persönlichen Favouriten gehören. Okay okay, es gibt praktisch keine Lieder vom Jason, die ich nicht gern höre… Aber es gibt einige, die besonders schön sind! Auch wenn man das bei einigen erst merkt, wenn man mal auf den Text hört. *Augenzwinken an Claudia – hehe*
Dazu gehört unter anderem Details In The Fabric. Es klingt furchtbar traurig. Und irgendwie ist es das auch. Es geht darum sich hilflos zu fühlen. In einer Krise. Aber auch darum, dass sich schon alles irgendwie zum Guten wenden wird, wenn man nicht den Kopf in den Sand steckt und an sich selbst glaubt. Den Gedanken finde ich sehr aufbauend!
Genauso bewegend ist für mich immer wieder Life Is Wonderful. Ich glaub bei dem Lied hat Jason mich damals in Berlin rumgekriegt.
Seine einleitenden Worte zu dem Song weiß ich nicht mehr ganz genau. Es ging darum, dass wir alle diesen tollen Moment erleben. Alle gemeinsam. Und dass das Leben manchmal einfach schön ist. „And every time you feel down or alone. Just remember right now.“ – „Jedes mal, wenn du dich schlecht oder allein fühlst, erinnere dich an den jetzigen Moment.“ Ich weiß nicht, ob man das jetzt so vor dem PC-Monitor nachvollziehen kann, wie schön dieser Moment war. Aber vielleicht gefällt euch ja auch die Version, die Jason in Stuttgart gesungen hat:
Zurück zu der durchdachten Setlist: Unter anderem spielte Jason „Forecast“ (auf deutsch: „Vorhersage“). In dem Lied geht es (wie so oft) um die Liebe, aber mit Metaphern aus der Klimatologie. Das Klima sollte uns dann gegen Ende des Konzerts einen Streich spielen – nur zur Erinnerung: Wir waren auf einem Open Air Konzert! Mitten im letzten Song – All Night Long einem Lionel Richie Cover – setzte ein furchtbarer Platzregen ein. Mit einem Mal kam alles runter, was da an Wassermassen in den Wolken gefangen gewesen war und ergoss sich über einer begeisterten Menge. Jason sang unbeirrt bis zum Schluss weiter – er hatte ja auch halbwegs ein Dach überm Kopf – verabschiedete sich und schaute dann ganz ungläubig als alle weiter jubelten und mehr forderten. Wegen des Regens konnte ich mich nur im Lippenlesen üben, aber es war sehr eindeutig, dass er „Get out“ sagte – mit einem ungläubigen Lächeln im Gesicht. Es hatte niemand so wirklich Lust zu gehen, denn die Stimmung war super. Doch schließlich bewegten wir uns doch zum Ausgang. Hier ein kleiner Eindruck von der Stimmung im Regen nach dem Konzert:
Durchnässt aber glücklich setzten wir uns dann in die U-Bahn und fuhren dannach wieder zurück. Um drei Uhr plumpsten wir dann nur noch völlig erledigt ins Bett. Aber der Aufwand hat sich gelohnt! Es war eines der besten Konzerte, die ich bisher erlebt habe! Vielen Dank an alle, die bis hierher gelesen haben und sich vielleicht sogar das ein oder andere Video angeschaut haben. Ich weiß das sehr zu schätzen.
* Herr A – Z = Mr. A – Z = MRAZ
Übrigens auch der Titel seines zweiten Albums.


ein sehr schöner konzertbericht friederike!! die videos hatte ich ja schon fast alle gesehen, sie sind toll
)
die erklärung der lieder fand ich klasse, weil es mir auch immer so geht, dass die bedeutungen der lieder usw. soooo wichtig für mich sind, und wie gavin ist auch jason ein künstler, bei dem man die bedeutung einiger lieder einfach wissen muss damit sie ihre wirkung nicht verfehlen!
ditf mag ich nun übrigens auch, der text ist sehr sehr schön!!
der regen war ja echtd er hammer. ich denke er konnte nicht verstehen wie leute in so nem regen stehen bleiben können – der wird sowas nicht so häufig sehen…regen,… ;D
in diesdem sinne…….waterfall you’re beautiful
Toll ist, dass Ihr so ein schönes Erlebnis hattet und dass dieser Sänger Euch mit seinen Liedern so viel zu sagen hat. Und der Wolkenbruch gehört sozusagen zu dieser schönen Erinnerung dazu. Hab Euch lieb!